2. und 3. Bild vom zweiten Schritt

Ich habe schon spannende Diskussionen geführt über die männelichen und weiblichen Anteile, Verhaltenweisen oder Wagnisse, die uns Menschen betreffen. Es gibts sie alle in uns unabhängig, was wir zwischen den Beinen haben oder wie andere uns betiteln. Im Vorherigen mussten sich die Heten unter euch dieser Tatsache stellen. Nichts anderes gilt für uns in der LGBTQ+-Community.

2. Weibliche und Männliche Homosexualität:

Hier möchte ich zeigen, dass eine „harte Lesbe“ auch einen weichen Kern haben kann. Das eine feminine Lesbe auch stark sein und tragen kann. Dass ein schwuler Mann kein Sensibelchen sein MUSS. Und das ein harter Kerl, auch weich ficken kann.

Das Zugeständnis:

Lass deine harte Schale, wo sie ist. Sie beschützt dich. Sie kann schön und glänzend sein oder rau und spitz. Lass deine weichen Seiten an dir haften, pflege dein Weichsein, wie deine Haut.

Deine Aufgabe:

Aber sieh mal in dich hinein. Sieh dir deine vielen Fassetten an, versteif dich nicht nur auf eines, denn in unseren inneren Welten gibt es so viel. Du musst nicht alles auf einmal sein, fühl dich nicht von mir überfordert. Geh einen Schritt, mit mir, nach dem anderen, aber verschließ und verbarrikadier Tür und Tor nicht. Werde Stück für Stück ein bisschen weicher, seichter, stärker, härter, wohlig wärmer und auf jeden Fall menschlich leichter.

Ausführlicher könnt ihr hier meine Gedanken zu Farben, Formen und Ideen verfolgen 🙂

1. Bild vom zweiten Schritt

Während dieser gedanklichen Reise mit farbenfrohen (zugegeben ziemlicher Farben-“Beballerei”) Bildern kann euch ruhig hin und wieder schwummrig werden. Das ist gar nicht schlimm. Macht Pausen, führt euch nur das zu, was ihr schon schlucken könnt und geht einen Schritt nach dem anderen. Ich will ja nicht, dass euch was quer im Hals stecken bleibt 😉

Aber ein Wanderer muss gehn, um für sich da anzukommen, wo dieser hinwill.

Wohlan, meine tapfren Recken und Reckerinnen, schreiten wir voran und kommen wir zum nächsten Schritt!

Nun fangen die Farben an miteinander zu spielen. Jetzt fängt es an wichtig zu werden, dieses Spiel zu beobachten.

Wenn du dich nicht mehr entsinnst, welche Farben was bedeuten (in meinem erklärten Sinne, hier), dann schau gern noch mal bei den ersten Schritten vorbei.

2. Heterosexualität:

Wir Menschen sind mehr als nur unser Geschlecht. Wir sind mehr als unsere Gedanken und Gefühle. Wir sind mehr als Kleidung, Schminke und Accessoires. Lassen uns aber gern einsperren in Kategorien und Schubladen. Wir können uns zugestehen, dass wir etwas in uns haben, was wir im Außen nicht gesehen haben wollen. Aber nichtsdestotrotz haben wir es in uns.

Das Zugeständnis:

Ist es schwierig, als Mann Gefühle an sich ranzulassen? Sicherlich! Alles ist schwierig und doof, was der Papa dir nicht beibringen konnte. Alles ist kompliziert und mühsam, was du üben musst. Genauso ist es für die Frauen: Sie haben einen großen Kampf gekämpft und kämpfen ihn weiter. Männer haben unterdrückt und unterdrücken immer noch. Aber nicht nur die Frauen, sondern vor allem auch sich selbst. Eine einzige Unterdrückungs-eingrenzungs-Ideen-vernichtungs-Maschinerie, zum Kotzen!

Deine Aufgabe:

Deshalb an alle: Schwierig, kompliziert, mühsam, anstrengend. Das alles heißt nicht unmöglich! Wer unmöglich denkt, begrenzt sich selbst! Blödes Coaching- und Pädagogen-Blabla, ich weiß, mir kam´s auch schon manches Mal zu den Ohren raus, aber es ist wahr, Himmelherrg(o/ö)tt(in) noch mal! Rein ins Gefühl und die Emotionen, ihr müsst euch nicht hinter einer festen Mauer kalt und machomäßig verstecken, das ist nicht MÄNNLICH! Raus aus dem Schatten des Mannes, auf die Bühne ins Spotlight. Ihr müsst euch nicht hinter einem großen Rücken verstecken, das ist nicht WEIBLICH. Ihr habt selbst ein wunderschön starkes Rückgrat!

Ausführlicher könnt ihr hier meine Gedanken zu Farben, Formen und Ideen verfolgen 🙂

3. Bild der ersten Schritte

Heterosexualität

Dieses Bild ist in erster Linie für die LGBTQ+ Community, aber kann auch für die Heten unter euch Wissen und Weisheit bergen. (Vor allem in der Fortsetzung!)

Heterosexualität:
Das Zugeständnis:

Zugegeben, der Regenbogen und alle Variationen wurden in der Menschheitsgeschichte in den unterschiedlichen Gesellschaften und Kulturen unterschiedlich stark unterdrückt bis hin getötet. Nur fragmentarisch können wir geschichtlich herausfinden, ob und wie der Mensch die sexuelle Vielfalt gelebt hat. Und die Unterdrückung unseres Sein ist ein absolutes No-Go, gehört nicht mehr ins 21. Jh und aller Hass gegen uns sollte sofort aufhören!

Deine Aufgabe:

Aber ein Fakt ist es und das lernen wir aus der Natur: Wenn wir das Leben so entstehen und gedeihen lassen würden, wie es ist, dann ist klar, dass die Cis-Hetero-Norm prozentual verbreiteter ist als die Queerness. Wir müssen akzeptieren, dass auch die Heterosexualität dazu gehört und nicht schlechter ist als alles andere. Deshalb gehören Heten auch zum CSD, wie jeder Mensch, der/die/dier an Respekt, Gleichberechtigung und Liebe interessiert ist. Es ist keine Party NUR für uns!

Ausführlicher könnt ihr hier meine Gedanken zu Farben, Formen und Ideen verfolgen 🙂

2. Bild der ersten Schritte

Schwul

Hier kann ich nun nur von meinen Ideen und den Erzählungen von schwulen Männern zerren. Ich bin zwar ziemlich queer, aber alles geht nicht 😉

In Serien und verschiedenen Fernsehsendungen mittlerweile sehen wir ein ganz bestimmten Typ schwulen Mann. Wie bei lesbischen Frauen scheint das Bild des schwulen Mannes ziemlich festzusitzen und wenn ein nicht typischer, in pink gekleideter Schwuli vor uns steht, sind wir erst mal ziemlich verwirrt.

Männliche Homosexualität:
Das Zugeständnis:

Ähnlich sieht es bei der männlichen Homosexualität aus. Das Klischee eines schwulen Mannes ist ein Fächer und Handtaschen schleudernder, geschminkter und in Tränen aufgelöster Bruce Danell oder Rue Paul. Auch hier: Ja, solche schwulen Männer gibt es, aber es sind nicht alle so und dieses Verhalten ist NICHT an Homosexualität gebunden! Wer sich so verhält, verhält sich so und das ist mehr als okay, ist aber kein Freibrief für andere diese Männer als Tunten, Schwuchtel oder was weiß ich zu beleidigen. Also das Zugeständnis ist: Wenn sich ein Mann mit Fächer und Handtasche bewaffnet, in High Heels und mit Schminke bestückt auf die Straße begibt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser Mann schwul ist, aber kein Garant. Nicht desto trotz: Lasst sie in Ruhe ihres Weges ziehen!

Deine Aufgabe:

So unterschiedlich die lesbischen Frauen sein können, so unterschiedlich können auch schwule Männer sein. Auch ein muskulöser, behaarter, Pink hassender Mann kann schwul sein. Wir müssen akzeptieren, dass auch ein Mann, der fantastische Kunststücke mit großen Bällen auf einem grünen Rasen zaubern kann, auch kniend mit kleinen Bällen spielen kann. Dadurch wird er nicht schlechter in seinem Job oder schwach!

Ausführlicher könnt ihr hier meine Gedanken zu Farben, Formen und Ideen verfolgen 🙂

1. Bild der ersten Schritte

Lesbisch

Ich habe viel darüber nachgedacht, wie wir von dem Jetzt-Zustand zur Utopie der Akzeptanz unserer Vielfalt kommen.

Viele Menschen halten sich an ihren Gewohnheiten fest und es ist schwer, sie davon zu überzeugen, dass es doch seinen Sinn hat, sich mal mit neuen Gedanken und Begriffen auseinander zu setzten.

Mit meiner Kunstausstellung möchte ich den sehr steinigen Weg in eine fremde Welt erleichtern. Der Weg ist zwar mit vielen neuen Begriffen gepflastert, aber:

Liebe Menschen, die ihr vor dieser noch unbekannten, bunten, komischen, vielfältigen und teils verrückten Welt steht, fühlt euch eingeladen.


Fühlt euch eingeladen, euer Unwissen in Wissen, um zu wandeln.

Fühlt euch eingeladen, eure Angst mit Selbstbewusstsein aus zu tauschen.

Fühlt euch eingeladen, eure noch unbekannten Gefühle zu erforschen.

Fühlt euch eingeladen, eure Wut mit Verstehen zu besänftigen.


Wagen wir den ersten Schritt. Hin zu einer sexuellen Orientierung, die schon seit längerem Einzug in unser alltägliches Leben hält und nicht ganz so neu ist.

Weibliche Homosexualität:
Das Zugeständnis:

In meiner Zeit, in der ich mich erst nur als lesbische Cis-Frau gefunden glaubte, ist mir dieses Klischee begegnet. Menschen nehmen lesbische Homosexualität sehr maskulin wahr. Eine lesbische Frau ist muskulös oder korpulent gebaut. Trägt nur weite Baggy Pants, Capi, kurze Haare und Hemden. Als die ersten sehr weiblichen lesbischen Frauen sich zu outen versuchten, wurden sie oft nicht ernst genommen und diverse Sprüche wechselten die Thekenseiten. Hier das Zugeständnis: Ja, einige lesbische Frauen entsprechen diesem Klischee, also unbegründet ist es nicht, ABER:

Deine Aufgabe:

Kleidung, Verhalten, Aussehen und Lebensstil sagen nichts Eindeutiges darüber aus, welche sexuelle Orientierung eine Person hat. Das Äußere ist das Äußere und wir müssen einen Blick mehr riskieren und ins Innere sehen, wenn wir jemanden wirklich kennenlernen wollen. Also die Aufgabe: Akzeptiere, wenn eine feminine Frau (lange Haare, Kleider tragend, geschmickt) vor dir steht und sich als homosexuell outet, und bagger sie nicht noch mehr an oder stell es infrage! Es ist nicht deine Baustelle, sondern die der Frau.

Ausführlicher könnt ihr hier meine Gedanken zu Farben, Formen und Ideen verfolgen 🙂