Zweiter Schritt

LGBTQ+

Nun fangen die Farben an miteinander zu spielen. Jetzt fängt es an wichtig zu werden, dieses Spiel zu beobachten. So wie wir aus der Beobachtung des Spielens von Kindern einiges Intuitives lernen können, was wir den Kindern dann leider aus Gewohnheit aberziehen, so könnt ihr nun hier etwas von meinen Gedanken lernen, was euch selbst und andere betrifft.

Wenn du dich nicht mehr entsinnst, welche Farben was bedeuten (in meinem erklärten Sinne, hier), dann schau gern noch mal bei den ersten Schritten vorbei.

Ich möchte eine Utopie erreichen, gestehe den Menschen aber zu, nicht so schnell im Begreifen oder Umsetzen von Neuheiten und neuen Gedanken zu sein, wie es manch andere sind. Deshalb hier einige weitere Zugeständnisse, aber auch neue Aufgaben für euren Geist:

2. Heterosexualität:

Wir Menschen sind mehr als nur unser Geschlecht. Wir sind mehr als unsere Gedanken und Gefühle. Wir sind mehr als Kleidung, Schminke und Accessoires. Lassen uns aber gern einsperren in Kategorien und Schubladen. Wir können uns zugestehen, dass wir etwas in uns haben, was wir im Außen nicht gesehen haben wollen. Aber nichtsdestotrotz haben wir es in uns.

Das Zugeständnis:

Ist es schwierig, als Mann Gefühle an sich ranzulassen? Sicherlich! Alles ist schwierig und doof, was der Papa dir nicht beibringen konnte. Alles ist kompliziert und mühsam, was du üben musst. Genauso ist es für die Frauen: Sie haben einen großen Kampf gekämpft und kämpfen ihn weiter. Männer haben unterdrückt und unterdrücken immer noch. Aber nicht nur die Frauen, sondern vor allem auch sich selbst. Eine einzige Unterdrückungs-eingrenzungs-Ideen-vernichtungs-Maschinerie, zum Kotzen!

Deine Aufgabe:

Deshalb an alle: Schwierig, kompliziert, mühsam, anstrengend. Das alles heißt nicht unmöglich! Wer unmöglich denkt, begrenzt sich selbst! Blödes Coaching- und Pädagogen-Blabla, ich weiß, mir kam´s auch schon manches Mal zu den Ohren raus, aber es ist wahr, Himmelherrg(o/ö)tt(in) noch mal! Rein ins Gefühl und die Emotionen, ihr müsst euch nicht hinter einer festen Mauer kalt und machomäßig verstecken, das ist nicht MÄNNLICH! Raus aus dem Schatten des Mannes, auf die Bühne ins Spotlight. Ihr müsst euch nicht hinter einem großen Rücken verstecken, das ist nicht WEIBLICH. Ihr habt selbst ein wunderschön starkes Rückgrat!

2. Weibliche und Männliche Homosexualität:

Nichts anderes gilt hier.

Hier möchte ich zeigen, dass eine „harte Lesbe“ auch einen weichen Kern haben kann. Das eine feminine Lesbe auch stark sein und tragen kann. Dass ein schwuler Mann kein Sensibelchen sein MUSS. Das ein harter Kerl, auch weich ficken kann.

Das Zugeständnis:

Lass deine harte Schale, wo sie ist. Sie beschützt dich. Sie kann schön und glänzend sein oder rau und spitz. Lass deine weichen Seiten an dir haften, pflege dein Weichsein, wie deine Haut.

Deine Aufgabe:

Aber sieh mal in dich hinein. Sieh dir deine vielen Fassetten an, versteif dich nicht nur auf eines, denn in unseren inneren Welten gibt es so viel. Du musst nicht alles auf einmal sein, fühl dich nicht von mir überfordert. Geh einen Schritt, mit mir, nach dem anderen, aber verschließ und verbarrikadier Tür und Tor nicht. Werde Stück für Stück ein bisschen weicher, seichter, stärker, härter, wohlig wärmer und auf jeden Fall menschlich leichter.

Aromantik:

Das ist schon ein sehr merkwürdig neues Wort. Nicht oft gehört, nicht oft ausgesprochen und noch seltener so gelebt, wie es für uns Menschen gesund wäre.

Im Allgemeinen möchte ich sagen, dass niemand verpflichtet ist, in einer Beziehung zu leben! Unabhängig der sexuellen Orientierung und des Geschlechts. Mit sich allein sein zu können, zeugt von großer Stabilität im Menschen selbst und ist erstrebenswert für alle. Menschen, die aber solo durchs Leben fliegen, haben viel mit Kommentaren wie „Ach, wir finden schon jemanden für dich“ oder „Du bist aber wählerisch“ oder „Du kannst doch nicht für immer allein bleiben“ zu tun.

Das Zugeständnis:

Ja, wir Menschen sind soziale Wesen und brauchen einander.

Deine Aufgabe:

ABER nicht jeder Mensch ist einsam, wenn dieser allein ist. Wir sollten akzeptieren lernen, dass es Personen gibt, in denen eine Bindung an Menschen in Form einer festen Beziehung nicht existiert und das ist okay. Aromantik bedeutet, dass diese Menschen kein solches Interesse haben. Stattdessen pflegen sie z. B. besondere freundschaftliche Beziehungen, die über das momentan gelebte „Freundschafts“-Beziehungskonstrukt hinaus gehen. Liebe kann sehr viele Formen und Grade annehmen und wir können lernen, dies einfach mal stehen zu lassen, OHNE es zu bewerten. Zu diesem Begriff zählt, dass aromantische Menschen zwar großes Interesse an Sex haben und sexuelle Übereinkünfte mit anderen Menschen eingehen, aber mehr eben nicht. Und auch das ist völlig in Ordnung und entspricht unserer menschlichen Natur. Wie die Verhältnisse und Bedürfnisse sind, hängt von jedem Individuum selbst ab, darüber lassen sich keine allgemeinen Aussagen tätigen.

Ein allgemeiner Hinweis zu dieser Sexualität noch: Wie ihr sehen könnt, habe ich dieses Bild OHNE spezifische Merkmale der Geschlechter gezeichnet. Dies ist dem geschuldet, dass Aromantik unabhängig vom Geschlecht besteht. Also egal wie du dich mit welchem Geschlecht identifizierst, kannst du aromantisch sein. Deshalb ist hier nur der Kreis als Zeichen für “Mensch” im Fokus.

Hier geht´s zurück zur “Ausgangssituation” 🙂

Vergessen wie das mit den “ersten Schritten” war?!

Spring gleich weiter zum “dritten Schritt

Oder willste meine gesamte “gemalte Kunst” sehen? o.O

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